Freude über Spende: Hubert Looschen und Ulrich Wendeln (Garreler Bürgerstiftung Lüttke Lüe), Gerd Dumstorff und Miriam Tebben Fastje (Malteser Friesoythe), Gabi Tepe und Aloys Lübbers („Jedem Kind eine Chance“ – Friesoyther Bündnis für Kinder und Jugendliche), Marlies Hukelmann (Bürger für Bürger Löningen), Frank Naber (LzO), Michelle Gerdes-Lampe (Kjells Wunderland), Landrat Johann Wimberg, Volker Raker (LzO), Geert Stadtlander (LzO) sowie Markus Preut (LzO) trafen sich zur symbolische Scheckübergabe. Foto: Mohssen Assanimoghaddam
Insgesamt 50.000 Euro hat die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) jetzt an vier Vereine und eine Stiftung im Landkreis Cloppenburg gespendet. Je 10.000 Euro erhielten Kjells Wunderland, „Jedem Kind eine Chance“ – Friesoyther Bündnis für Kinder und Jugendliche, Bürger für Bürger Löningen – 5 Viertel und eine Wiek, der Malteser Hilfsdienst in Friesoythe sowie die Garreler Bürgerstiftung Lüttke Lüe. Im Rahmen einer symbolischen Scheckübergabe berichteten die einzelnen Vereinsvertreterinnen und -vertreter von ihrer Arbeit und wofür das Geld verwendet wird.
Die 2008 in Garrel gegründete Bürgerstiftung Lüttke Lüeunterstützt mit ihrem Engagement Kinder und Jugendliche in der Gemeinde. Ziel ist demnach gesellschaftliche Teilnahme unabhängig vom Geldbeutel der Eltern – seien es Veranstaltungen oder etwa Klassenfahrten, wie Hubert Looschen erklärte. Dafür werde eng mit Einrichtungen, die Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen haben – etwa Kitas, Schulen und Vereinen – zusammengearbeitet. Dort werde „das Geld ausgegeben, wo es gebraucht wird“, so Looschen. Bei der Gelegenheit kritisierte er die wachsende Bürokratie, mit der sich die Stiftung auseinandersetzen muss – etwa im Rahmen der jährlichen Adventskalender-Aktion, bei der man bei zu hohen Einnahmen Gefahr laufe, Lotteriesteuern zahlen zu müssen. „Muss es sein, dass gemeinnützige Einrichtungen Steuern zahlen müssen?“
Um die Unterstützung krebskranker Kinder und ihrer Familien geht es bei Kjells Wunderland. Im vergangenen Jahr konnte der Verein in Cloppenburg ein Haus eröffnen, in dem sich Familien mit schwerkranken Kindern eine Woche lang kostenlos erholen dürfen. Die Nachfrage nach dem Angebot sei hoch, ließ Christian Lampe wissen. Für dieses Jahr stünden lediglich noch acht Wochen zur Verfügung. Neben dem Bestreben, die palliative Versorgung von krebskranken Kindern im Landkreis zu verbessern, engagiert sich der Verein auch in der Forschung. Lampe berichtete etwa von einer Patenschaft eines Forschungsprojekts in Hamburg. Zudem arbeite man derzeit an einem „größeren Projekt“. „Es bleibt nicht langweilig“, sagte Lampe abschließend.
Insgesamt wurden 400.000 Euro in der Region ausgeschüttet
Bei Bürger für Bürger Löningen – 5 Viertel und eine Wiek geht es um die Unterstützung bedürftiger Kinder, Familien und Senioren, wie Marlies Hukelmann ausführte. Ähnlich wie die Bürgerstiftung in Garrel setzt der Verein in Löningen auf ein örtliches Netzwerk, um die Hilfe dort leisten zu können, wo sie gebraucht wird. Die LzO-Spende könne man „gut gebrauchen“, sagte Hukelmann und schilderte einen aktuellen Fall einer Familie mit sechs Kindern, die aufgrund eines starken Schimmelbefalls neue Betten braucht.
Es sei selten der Fall, dass der Malteser Hilfsdienst in Friesoythe „so eine große Spende“ erhalte, sagte Gerd Dumstorff. Neben dem mobilen Einkaufswagen und dem Rikscha-Ausflugsangebot ist seit rund 25 Jahren ein bedeutender Schwerpunkt der Hospizdienst. Zu der symbolischen Scheckübergabe wurde Dumstorff von Miriam Tebben-Fastje, Koordinatorin der Hospizbegleitung für Kinder und Jugendliche, begleitet. Bei dem Angebot unterstützen Ehrenamtliche Familien mit schwer kranken Kindern. Mittlerweile „sehr gefragt“ sei auch die – komplett durch Spenden finanzierte – Trauerbegleitung, sagte Tebben-Fastje, die darauf verwies, dass die Ausbildung zur Trauerbegleiterin „kostenintensiv“ sei.
Vor rund 15 Jahren startete die Arbeit von „Jedem Kind eine Chance“ – Friesoyther Bündnis für Kinder und Jugendliche, erklärte Gabi Tepe. Wie bei der Garreler Bürgerstiftung sowie Bürger für Bürger Löningen gehe es um „unbürokratische“ Unterstützung bedürftiger Familien. Wichtig sei den Verantwortlichen ein würdevoller Umgang mit den Betroffenen, wie den Ausführungen von Tepe zu entnehmen war. Mit Hilfe des Vereins wird vor allem Kindern gesellschaftliche Teilnahme ermöglicht – etwa beim Mittagessen in der Schule oder bei Klassenfahrten.
Den Hintergrund der Spende an die fünf Vereine erklärte eingangs Volker Raker, Direktor Privatkunden der LzO für den Landkreis Cloppenburg. Die Eröffnung des 400.000. Girokontos nahm die LzO zum Anlass, 400.000 Euro für soziale und ökologische Zwecke in den sechs Landkreisen und den zwei kreisfreien Städten, in denen die LzO vertreten ist, zu spenden. Damit wolle man dem ehrenamtlichen Engagement vor Ort Wertschätzung entgegenbringen und „die Vereinsarbeit honorieren“.
MT (OM-Medien)


